Pip: Willkommen bei 🦧bvbFreequency🕊️EveryAnimalFree🦋 — dem Logbuch, das Petitionsantworten liest, die sonst niemand liest.

Mara: Heute schauen wir uns an, was passiert, wenn ein Petitionsverfahren offiziell als erledigt gilt — und warum Bi Gi das für eine legitimierte Lüge hält. Es geht um Tierversuche, Bürokratie und die Frage, ob das sogenannte Tierschutzsystem überhaupt schützt. Fangen wir an.

Die Tierschutz-Lüge entlarvt: Bürokratie als Verwalterin von Qual

Pip: Der Ausgangspunkt ist eine Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses — das Verfahren sei abgeschlossen, dem Anliegen sei "teilweise entsprochen" worden. Die eigentliche Frage ist: Was bedeutet das konkret für die Tiere?

Mara: Die Antwort kommt direkt aus dem Text: "Sie teilen mit, das Petitionsverfahren sei abgeschlossen, weil meinem Anliegen 'teilweise entsprochen' worden sei. Das ist schlichtweg eine legitimierte Lüge. In Wahrheit wurde dem Anliegen — dem sofortigen Stopp der Tierquälerei — in keinster Weise entsprochen."

Pip: Das heißt im Klartext: Ein Verfahren wird für abgeschlossen erklärt, ohne dass sich an der Praxis irgendetwas geändert hat.

Mara: Genau. Und das wird mit konkreten Zahlen unterfüttert. Die Ablehnungsquote bei Tierversuchsanträgen lag in den Jahren 2022 bis 2024 bei gerade einmal 0,83 Prozent. Was als ethische Prüfung beschrieben wird, ist in der Praxis ein Durchwink-Prozess — die Behörden fehlen Kapazitäten und unabhängige Expertise, um Industrie-Behauptungen zu überprüfen.

Pip: 0,83 Prozent Ablehnung. Das Wort "Prüfung" leistet da schwere Überstunden.

Mara: Dazu kommt das wissenschaftliche Argument: Über 90 Prozent aller im Tierversuch erfolgreich getesteten Substanzen scheitern anschließend in klinischen Studien am Menschen — wegen mangelnder Wirksamkeit oder unerwarteter Toxizität. Als Gegenmodell werden Multi-Organ-Chips und humanbiologiebasierte Methoden genannt, die den Menschen präziser abbilden.

Pip: Ein System mit über 90 Prozent Fehlerquote als unerlässlich zu verteidigen braucht sehr viel institutionellen Mut — oder sehr wenig Selbstreflexion.

Mara: Das politische Bild ist ähnlich. Deutschland verweist auf die EU-Versuchstierrichtlinie, auf EU-Ebene versanden die Themen in Fachausschüssen. Das läuft seit über 16 Jahren so — Konsultationsprozesse, vage Roadmaps, kein verbindliches Ausstiegsdatum. Dabei fordern laut dem Text weit über 70 Prozent der Europäer und mehr als 80 Prozent der Deutschen eine verbindliche Ausstiegsstrategie.

Mara: Besonders scharf ist der Hinweis auf die Abstimmung im Ausschuss selbst: Anträge von Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke, die zumindest ein sofortiges Verbot schwer belastender Versuche forderten, wurden von der Mehrheit abgelehnt. EU-weit geht es um 3,5 bis 18,9 Millionen Tiere jährlich — die Hälfte davon wird als Überschuss legal entsorgt.

Pip: Das Dokument endet nicht mit einer Bitte, sondern mit einer Ankündigung: Es wird öffentlich gemacht. Und der nächste Schritt liegt genau da — was Öffentlichkeit mit solchen Systemen macht.


Mara: Was bleibt, ist die Frage, ob Verwaltungssprache Leid unsichtbar machen kann — oder ob Öffentlichkeit das irgendwann korrigiert.

Pip: Nächste Woche mehr davon. Bis dahin.

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