Antwort auf die Beschlussempfehlung zur Petition 4-20-10-7871 – Die bürokratische Verwaltung von Tierqual
Inbox
| bvb <bewusstseinvombewusstsein@gmail.com> | 12:30 AM (17 minutes ago) | ||
to vorzimmer.peta, peti-secretariat, agri-secretariat, agri-b2, agri-g1, agri-c1, Pierre.Bascou, Catherine.GESLAIN-LANEELLE, gregorio.davila-diaz, andrea.incarnati, comm-rep-par-presse, epwien, epbrussels, epluxembourg, epstrasbourg, press, friedrich.merz, bundestierschutzbeauftragte, bundespraesidialamt, bverfg, PetitionsNC![]() | |||
Frau Düber,
beim Lesen der Beschlussempfehlung Ihres Ausschusses stellt sich mir als Erstes unweigerlich eine Frage: Sitzt hinter diesen Zeilen eigentlich ein fühlender Mensch? Die Kälte, mit der hier massenhaftes Leid mit hohlen Verwaltungssätzen abgeheftet wird, ist erschütternd.
Sie teilen mit, das Petitionsverfahren sei abgeschlossen, weil meinem Anliegen „teilweise entsprochen“ worden sei. Das ist schlichtweg eine legitimierte Lüge. In Wahrheit wurde dem Anliegen – dem sofortigen Stopp der Tierquälerei – in keinster Weise entsprochen. Ihr Schreiben ist kein Tierschutz, sondern offenbart eine Sammlung von gravierenden Widersprüchen, wissenschaftlichen Bankrotterklärungen und Ausflüchten:
- Verantwortungs-Ping-Pong und politische Verschleppung: Deutschland schiebt die Verantwortung auf die EU-Versuchstierrichtlinie (2010/63/EU) ab. Auf EU-Ebene wiederum versanden diese Themen in Fachausschüssen wie AGRI. Dass die Politik nach über 16 Jahren immer noch in der Phase von „Konsultationsprozessen“ und vagen „Roadmaps“ steckt, beweist das völlige Fehlen einer echten Ausstiegsabsicht. Während Länder wie die USA (durch den FDA Modernization Act) Tierversuche für Medikamentenprüfungen längst nicht mehr gesetzlich zwingend vorschreiben, verwalten Sie hierzulande ein kalkuliertes Gestolpere, bei dem niemand Verantwortung übernimmt.
- Die Farce der behördlichen Prüfung: Sie schreiben von „ethischer Vertretbarkeit“ und „Unerlässlichkeit“. In der Realität ist die behördliche Prüfung ein reiner Durchwink-Prozess. Den Behörden fehlen oft schlichtweg die Kapazitäten und die Einbindung unabhängiger Experten für tierfreie Methoden, um die Behauptungen der Industrie zu überprüfen. Das Gesetz verlässt sich blind auf die Selbsteinschätzung der Antragsteller, was zu einer Ablehnungsquote von nur 0,83 % in den Jahren 2022–2024 führte. Was Sie als „3R-Prinzip“ bezeichnen, ist die reine bürokratische Verwaltung von unsagbarer Tierqual.
- Die wissenschaftliche Bankrotterklärung: Sie rechtfertigen sich mit „komplexen Interaktionen im Organismus“. Die Realität der biologischen Speziesbarriere sieht anders aus: Tiere sind keine Miniaturmenschen. Über 90 % aller im Tierversuch erfolgreich getesteten potenziellen Medikamente fallen in den anschließenden klinischen Studien am Menschen durch, meist wegen mangelnder Wirksamkeit oder unerwarteter Toxizität. Ein System mit einer Fehlerquote von über 90 % als „unerlässlich“ zu bezeichnen, ist bar jeder wissenschaftlichen Logik. Moderne Humanbiologie-basierte Methoden, wie Multi-Organ-Chips, bilden den Menschen weitaus präziser ab.
- Das Scheinargument der Ressourcen: Dass Alternativmethoden oft noch nicht ohne tierische Zellen (In-vitro) auskommen, wird von Ihnen als Rechtfertigung für qualvolle Ganzkörper-Tierversuche (In-vivo) missbraucht. Hier wird bewusst die Nutzung von Zelllinien mit der Tortur an lebenden, fühlenden Tieren vermischt, um vom rasanten Fortschritt chemisch definierter, tierfreier Nährmedien abzulenken. Dies ist eine gezielte Nebelkerze.
- Ignoranz gegenüber der Demokratie: Weit über 70 % der Europäer und mehr als 80 % der Deutschen fordern eine verbindliche Strategie zum Ausstieg aus Tierversuchen. Die aktuellen Fahrpläne erweisen sich jedoch als reine Hinhaltetaktik, mit der der Status quo gesichert wird. Indem der Petitionsausschuss diese Tatsache übergeht, verwaltet er die Tierqual aktiv gegen den klaren Willen der Mehrheit der Bevölkerung.
- Der Gipfel der Heuchelei: Auf der letzten Seite entlarvt sich der Ausschuss endgültig selbst. Während Sie behaupten, dem Tierschutz sei Rechnung getragen, hat die Mehrheit des Ausschusses Anträge (von Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke) abgelehnt, die zumindest ein sofortiges Verbot von schwer belastenden Tierversuchen forderten. Wer selbst die grausamsten Versuche nicht stoppen will, hat jedes Recht verwirkt, das Wort Tierschutz auch nur in den Mund zu nehmen.
Frau Düber und alle involvierten Entscheidungsträger, wenn die von Ihnen verteidigten Tierversuche tatsächlich der „ethischen Vertretbarkeit“ entsprechen, gäbe es logischerweise keinen Hinderungsgrund, diese auch an Menschen durchzuführen. Während die Bevölkerung Ihr Etikett der „Unerlässlichkeit“ längst als obsolet entlarvt hat, winken Ihre Behörden über 99 % der Anträge durch. EU-weit reden wir von 3,5 bis 18,9 Millionen Tieren – wovon die Hälfte als bloßer „Überschuss“ vollkommen legal wie Müll entsorgt wird.
Man fragt sich unweigerlich, an welchem Punkt akademischer oder politischer Karrieren dieser eklatante Bruch der Logik und der Verlust jeglicher Empathie eigentlich stattfindet. Wann genau wird die objektive Wissenschaft derart der institutionellen Bequemlichkeit und den wirtschaftlichen Interessen der Industrie untergeordnet?
Ihre vorgeschobene „Unerlässlichkeit“ dient offensichtlich nicht dem Schutz der Gesundheit. Vielmehr zementieren Sie – wie Ihr Schreiben auf drei Seiten eindrucksvoll untermauert – den Zustand eines Parlaments, das nicht mehr zwischen Qual und Wohl unterscheiden kann, solange das Leid auf eine andere Spezies abgewälzt und die Geldmaschinerie am Laufen gehalten wird. Was Sie hier betreiben, ist administrative Feigheit gepaart mit einem eklatanten moralischen Tunnelblick und einer völlig verblendeten Verwaltungssicht. Seien Sie versichert: Dieses Dokument der Verantwortungslosigkeit wird in Kombination mit dem Vorgehen der EU genau jener breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht, deren Willen Sie hier so offensichtlich ignorieren.
Ihre Begründung ist kein Schritt nach vorne, sondern das schriftliche Eingeständnis eines Systems, das weder imstande noch willens ist, Tierversuche zu beenden.
| from: | bvb <bewusstseinvombewusstsein@gmail.com> | ||
|---|---|---|---|
| to: | vorzimmer.peta@bundestag.de | ||
| cc: | peti-secretariat@europarl.europa.eu,agri-secretariat@ep.europa.eu,agri-b2@ec.europa.eu,agri-g1@ec.europa.eu,agri-c1@ec.europa.eu,Pierre.Bascou@ec.europa.eu,Catherine.GESLAIN-LANEELLE@ec.europa.eu,gregorio.davila-diaz@ec.europa.eu,andrea.incarnati@ec.europa.eu,comm-rep-par-presse@ec.europa.eu,epwien@europarl.europa.eu,epbrussels@europarl.europa.eu,epluxembourg@europarl.europa.eu,epstrasbourg@europarl.europa.eu,press@consilium.europa.eu,friedrich.merz@bundestag.de,bundestierschutzbeauftragte@bmleh.bund.de,bundespraesidialamt@bpra.bund.de,bverfg@bundesverfassungsgericht.de,PetitionsNC@europarl.europa.eu | ||
| date: | Oct 26, 2026, 12:30 AM | ||
| subject: | Antwort auf die Beschlussempfehlung zur Petition 4-20-10-7871 – Die bürokratische Verwaltung von Tierqual | ||
| mailed-by: | gmail.com |
| postmaster@europarl.europa.eu | 12:31 AM (20 minutes ago) | ||
to me![]() | |||
It looks like this message is in German
Delivery has failed to these recipients or groups:
PetitionsNC@europarl.europa.eu
Your message is too large to send. To send it, make the message smaller, for example, by removing attachments.
The maximum message size that’s allowed is 1 KB. This message is 35 KB.
| BASCOU Pierre | 12:31 AM (20 minutes ago) | ||
to me![]() | |||
It looks like this message is in French
Je ne suis pas disponible.
En cas de question urgente, veuillez contacter Madame Caroline Jeandin (caroline.jeandin@ec.europa.eu)
| Posteingangsstelle | 12:31 AM (21 minutes ago) | ||
to me![]() | |||
It looks like this message is in German
Wichtiger Hinweis:
Ihre E-Mail ist beim Bundesverfassungsgericht Karlsruhe eingegangen.
Dieser Kommunikationsweg steht ausschließlich für Verwaltungsangelegenheiten zur Verfügung.
Es wird darauf hingewiesen, dass mit diesem Kommunikationsmittel Verfahrensanträge oder Schriftsätze nicht rechtswirksam eingereicht werden können. Sollte eine Nachricht einen entsprechenden Schriftsatz beinhalten, ist eine fristgerechte Wiederholung der Übermittlung mittels Telefax (Nr.: 0721-9101382), auf dem Postweg oder als elektronisches Dokument über einen zugelassenen Übermittlungsweg (siehe hierzu die Hinweise auf der Website des Bundesverfassungsgerichts www.bundesverfassungsgericht.de) unbedingt erforderlich.
Unsere Hinweise zum Schutz Ihrer personenbezogenen Daten nach Art. 13 und 14 DSGVO finden Sie auf unserer Internetseite www.bundesverfassungsgericht.de unter dem Menüpunkt Datenschutz. Auf Wunsch senden wir Ihnen diese Informationen in Papierform zu.
Dies ist eine automatisch erstellte Rückantwort.
—————-
Important notice:
Your email has been received by the German Federal Constitutional Court.
This communication channel may only be used for administrative matters.
Please note that procedural applications or briefs cannot be submitted by email with legal effect. If an email contains such a document, in order for the submission to have legal effect it is necessary to re-send the procedural application or brief within the applicable time limit by telefax (no. +49 721 9101382), by mail or as an electronic document through a permissible method of transmission. For further information regarding electronic legal communications (in German only) please see our website www.bundesverfassungsgericht.de.
For further information regarding the protection of your personal data pursuant to Arts. 13 and 14 GDPR, please refer to our data protection statement. You can access it on our website by clicking on the button „Data Protection“. You may also request a paper-based version of the data protection statement.
This is an automatically generated reply.
…
Hier ist die offizielle, unglaublich aber wahrhaftige Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses des Deutschen Bundestages zu meiner Petition.
Hier sind alle drei – first and last ihrer K-ill-Irreführungen – Petitionen – Links:
Podcast Text:
Pip: Willkommen bei 🦧bvbFreequency🕊️EveryAnimalFree🦋 — dem Logbuch, das Petitionsantworten liest, die sonst niemand liest.
Mara: Heute schauen wir uns an, was passiert, wenn ein Petitionsverfahren offiziell als erledigt gilt — und warum Bi Gi das für eine legitimierte Lüge hält. Es geht um Tierversuche, Bürokratie und die Frage, ob das sogenannte Tierschutzsystem überhaupt schützt. Fangen wir an.
Die Tierschutz-Lüge entlarvt: Bürokratie als Verwalterin von Qual
Pip: Der Ausgangspunkt ist eine Beschlussempfehlung des Petitionsausschusses — das Verfahren sei abgeschlossen, dem Anliegen sei „teilweise entsprochen“ worden. Die eigentliche Frage ist: Was bedeutet das konkret für die Tiere?
Mara: Die Antwort kommt direkt aus dem Text: „Sie teilen mit, das Petitionsverfahren sei abgeschlossen, weil meinem Anliegen ‚teilweise entsprochen‘ worden sei. Das ist schlichtweg eine legitimierte Lüge. In Wahrheit wurde dem Anliegen — dem sofortigen Stopp der Tierquälerei — in keinster Weise entsprochen.“
Pip: Das heißt im Klartext: Ein Verfahren wird für abgeschlossen erklärt, ohne dass sich an der Praxis irgendetwas geändert hat.
Mara: Genau. Und das wird mit konkreten Zahlen unterfüttert. Die Ablehnungsquote bei Tierversuchsanträgen lag in den Jahren 2022 bis 2024 bei gerade einmal 0,83 Prozent. Was als ethische Prüfung beschrieben wird, ist in der Praxis ein Durchwink-Prozess — die Behörden fehlen Kapazitäten und unabhängige Expertise, um Industrie-Behauptungen zu überprüfen.
Pip: 0,83 Prozent Ablehnung. Das Wort „Prüfung“ leistet da schwere Überstunden.
Mara: Dazu kommt das wissenschaftliche Argument: Über 90 Prozent aller im Tierversuch erfolgreich getesteten Substanzen scheitern anschließend in klinischen Studien am Menschen — wegen mangelnder Wirksamkeit oder unerwarteter Toxizität. Als Gegenmodell werden Multi-Organ-Chips und humanbiologiebasierte Methoden genannt, die den Menschen präziser abbilden.
Pip: Ein System mit über 90 Prozent Fehlerquote als unerlässlich zu verteidigen braucht sehr viel institutionellen Mut — oder sehr wenig Selbstreflexion.
Mara: Das politische Bild ist ähnlich. Deutschland verweist auf die EU-Versuchstierrichtlinie, auf EU-Ebene versanden die Themen in Fachausschüssen. Das läuft seit über 16 Jahren so — Konsultationsprozesse, vage Roadmaps, kein verbindliches Ausstiegsdatum. Dabei fordern laut dem Text weit über 70 Prozent der Europäer und mehr als 80 Prozent der Deutschen eine verbindliche Ausstiegsstrategie.
Mara: Besonders scharf ist der Hinweis auf die Abstimmung im Ausschuss selbst: Anträge von Bündnis 90/Die Grünen und Die Linke, die zumindest ein sofortiges Verbot schwer belastender Versuche forderten, wurden von der Mehrheit abgelehnt. EU-weit geht es um 3,5 bis 18,9 Millionen Tiere jährlich — die Hälfte davon wird als Überschuss legal entsorgt.
Pip: Das Dokument endet nicht mit einer Bitte, sondern mit einer Ankündigung: Es wird öffentlich gemacht. Und der nächste Schritt liegt genau da — was Öffentlichkeit mit solchen Systemen macht.
Mara: Was bleibt, ist die Frage, ob Verwaltungssprache Leid unsichtbar machen kann — oder ob Öffentlichkeit das irgendwann korrigiert.
Pip: Nächste Woche mehr davon. Bis dahin.

Kommentar verfassen